© N-ERGIE, Claus Felix
Ganzjährig sicher versorgt

Wie funktioniert Fernwärme?

Fernwärme versorgt angeschlossene Gebäude mit Wärme für Heizung und Warmwasser. Die Wärme wird zentral erzeugt und über ein Leitungsnetz zu den Gebäuden transportiert.

Schritt 1: Wärme effizient erzeugen

Rund 90 Prozent der Nürnberger Fernwärme erzeugen wir in unserem Heizkraftwerk in Nürnberg-Sandreuth. Dort entsteht die Wärme überwiegend nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Die Anlage produziert gleichzeitig Strom und Wärme und nutzt die eingesetzte Energie dadurch besonders effizient. Unser Wärmespeicher nimmt Wärme auf, wenn mehr erzeugt wird als benötigt. Bei steigendem Bedarf kann die gespeicherte Wärme wieder ins Fernwärmenetz eingespeist werden.

Weitere Heizkraftwerke und Erzeugungsanlagen in Klingenhof, Langwasser, Muggenhof und Maxfeld ergänzen die Erzeugung. Sie unterstützen das Hauptnetz insbesondere bei sehr kalter Witterung und zur Absicherung des Hauptnetzes. Zusätzlich nutzen wir die Wärme, die bei der Müllbeseitigung in der Müllverbrennungsanlage entsteht.

Schritt 2: Wärme durch die Stadt transportieren

Als heißes Wasser oder Wasserdampf gelangt die Fernwärme über große Transportleitungen in die verschiedenen Stadtteile. Von den Hauptleitungen führen weitere Leitungen zu Unterverteilstationen und zu den angeschlossenen Gebäuden. Das Fernwärmenetz der N-ERGIE umfasst rund 350 Kilometer und hat eine Anschlussleistung von über 900 Megawatt.

Schritt 3: Wärme an das Gebäude übergeben

Im Gebäude kommt die Fernwärme an der Hausübergabestation an. Ein Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das Heizungs- und Warmwassersystem des Gebäudes. Dafür genügt eine kompakte, platzsparende Anlage. Sie steuert die Wärmeverteilung und misst den Verbrauch – geräuschlos und zuverlässig. Das Wasser aus dem Fernwärmenetz und das Wasser im Heizsystem des Gebäudes bleiben dabei voneinander getrennt.

Schritt 4: Nachdem das Wasser seine Wärme abgegeben hat, fließt es über die Rücklaufleitung zurück und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Fernwärme wird Schritt für Schritt klimafreundlicher

Bereits heute stammen 30 Prozent der Nürnberger Fernwärme aus nichtfossilen Quellen. Dazu tragen zum Beispiel das Biomasse-Heizkraftwerk und die Nutzung der Wärme aus der Müllverbrennungsanlage bei. Bis 2035 soll die Fernwärme komplett CO2-neutral erzeugt werden.

Unsere Standorte

Erzeugung Fernwärme

Seit 1937 gibt es Fernwärme in Nürnberg. Sie kommt aus mehreren Standorten im Stadtgebiet. Rund 90 Prozent stammen aus dem Heizkraftwerk Sandreuth. Sie entsteht größtenteils aus hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei stammen ca. 30 Prozent aus nichtfossilen Quellen wie Biomasse und Wärme aus der Müllverbrennung und der Rest überwiegend aus Erdgas und zu geringen Mengen aus leichtem Heizöl.

Ein Wärmespeicher sorgt dafür, Erzeugung und Wärmebedarf zeitlich besser aufeinander abzustimmen.

Die Standorte Klingenhof, Langwasser, Muggenhof und Maxfeld unterstützen die Versorgung insbesondere bei hohem Wärmebedarf und tragen zur Absicherung der Versorgung bei.

Mehr zu unseren Anlagen erfahren Sie auf der Seite Kraftwerkstandort Nünberg-Sandreuth.

Informationen zur Weiterentwicklung der Fernwärmeerzeugung finden Sie unter Wärmewende bei der N-ERGIE.

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© Drobot Dean – stock.adobe.com
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