FAQ
Die Fernwärme der N-ERGIE ist ausschließlich im Stadtgebiet Nürnberg verfügbar. Stadtteile mit hoher Fernwärmedichte sind beispielweise Langwasser, Gibitzenhof oder die Altstadt innerhalb des Innenstadtrings.
Rund ein Viertel der Heizwärme, die in Nürnberg gebraucht wird, liefert die Fernwärme. In den kommenden Jahren bauen wir unser Netz stark aus, um die Fernwärme noch mehr Menschen zugänglich zu machen – bis 2040 könnte ein Anteil von bis zu 50 Prozent erreicht werden. Hierzu wird die N-ERGIE in den nächsten Jahren rund 270 Kilometer Leitungen verlegen.
Orientierung beim Ausbau der Fernwärme gibt der Kommunale Wärmeplan (KWP) der Stadt Nürnberg. Mit der Veröffentlichung und der Verabschiedung des KWP ist nun ein wichtiger Rahmen für eine langfristig klimaneutrale Wärmeversorgung der Stadt Nürnberg gesetzt.
Zentraler Baustein dabei ist die Fernwärme – hier arbeitet die N-ERGIE intensiv an Verdichtung bzw. Neubau – einzelne Ausbaugebiete wurden bereits veröffentlicht und sind in der Umsetzung.
Die im KWP beschriebenen möglichen Fernwärmegebiete werden nun nach und nach technisch und wirtschaftlich bewertet, um eine verlässliche und belastbare Aussage für die Menschen treffen zu können, welche Gebäude und zu welchem Zeitpunkt an die Fernwärmeversorgung angeschlossen werden können.
Bei neuen Quartieren verfolgen wir grundsätzlich immer das Ziel diese Gebiete mit Fernwärme zu versorgen – sofern technisch und wirtschaftlich machbar. Aktuell bereiten wir die Anbindung mehrerer neuer Quartiere vor. Dazu gehören die neuen Stadtteile Lichtenreuth, Tiefes Feld oder Wetzendorf. Darüber hinaus wollen wir unser Netz entlang der bestehenden Trassen durch zusätzliche Fernwärmeanschlüsse verdichten.
Grundsätzlich gilt: In Nürnberger Randbezirken ist es schwieriger Gebäude an das Fernwärmenetz anzuschließen als in den innerstädtischen Bereichen.
Wir gehen daher davon aus, dass wir große Teile des Gebiets innerhalb des Innenstadtrings an das Fernwärmenetz anschließen können (sofern baulich nichts im Weg steht wie zum Beispiel 110 kV-Trassen, Gashochdruckleitungen, Kanalsammler, Straßen-/U-Bahn, Bäume). Darüber hinaus werden wir das bestehende Fernwärmenetz im Stadtteil Langwasser und direkt angrenzende Gebiete ebenfalls gut verdichten/ausbauen können.
Die Fernwärme der N‑ERGIE stammt überwiegend aus dem Heizkraftwerk Sandreuth, das mit umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung arbeitet. Dabei wird Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, gleichzeitig für die Fernwärmeversorgung eingesetzt. Nürnberger Fernwärme ist mit einem Primärenergiefaktor von 0,24 für ausgezeichnete Effizienz zertifiziert, also besonders umweltfreundlich.
Deshalb unterstützen wir den Neuanschluss Ihres Gebäudes in Nürnberg im Rahmen unseres CO2-Minderungsprogramms mit einem Baukostenzuschuss von bis zu 1.500 Euro.
Fernwärme wird zentral, unter anderem in unserem Heizkraftwerk Sandreuth, erzeugt – nicht im eigenen Heizungskeller. Als Heißwasser oder Wasserdampf gelangt sie über große Transportleitungen in die verschiedenen Stadtteile. Von den Hauptleitungen führen weitere Leitungen zu den Unterverteilstationen und einzelnen Gebäuden. Dort wird die Wärme über eine Kompaktstation abgegeben. Das kühlere Wasser fließt zurück ins Fernwärmenetz.
Daneben gibt es viele Nahwärmenetze in Nürnberg und in der Region. Sie funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Wenn Sie sich für die Unterschiede zwischen Nahwärme und Fernwärme interessieren, lesen Sie einfach unseren Magazinbeitrag.
Die Fernwärmepreise der N-ERGIE ändern sich einmal pro Jahr zum Start der Heizperiode am 1. Oktober. Preisanpassungen ergeben sich aus den vertraglich festgeschriebenen Preisformeln, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten die Kostenentwicklungen messen. Eine Ausnahme davon stellen die Umlagenpreise dar. Diese können sich vierteljährlich ändern.
Weitere Informationen zu den Fernwärmepreisen der N-ERGIE finden Sie hier.
Unser Fernwärmeangebot gilt nur für das Stadtgebiet Nürnberg. Wir stehen Ihnen für alle Fragen rund um das Thema Heizen zur Verfügung:
- Telefon 0911 802-58250
- E-Mail fernwaerme@n-ergie.de
Leider nein. Wir prüfen jeweils individuell, ob ein Anschluss an unser Wärmenetz möglich ist. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass ein Anschluss aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht realisierbar ist.
In Gebieten, in denen es keine Fernwärme geben wird, steht Ihnen unsere Energie- und Umweltberatung zur Seite. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.
Die Fernwärme in Nürnberg entsteht größtenteils aus hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung. Sie kommt aus verschiedenen Heizkraft-/Heizwerken im Stadtgebiet, vor allem – nämlich zu 90 Prozent – aus dem Heizkraftwerk Sandreuth.
Dabei werden ca. 30 Prozent aus der Verbrennung von nicht-fossilen Quellen wie Hausmüll und Biomasse und der Rest überwiegend aus Erdgas und zu geringen Mengen aus leichtem Heizöl erzeugt. Zukünftig soll der Anteil erneuerbarer Energieträger schrittweise gesteigert werden. Den aktuellen Energiemix haben wir hier dargestellt.
Ziel der N-ERGIE ist die CO2-neutrale Erzeugung von Wärme am Kraftwerksstandort Nürnberg-Sandreuth bis 2035. Dazu gehört auch der Ausbau des Fernwärmenetzes. Bereits heute stammen knapp 30 Prozent der Nürnberger Fernwärme aus nicht-fossilen Quellen. Und so werden wir den Anteil klimaneutraler Energieträger in der Erzeugung schrittweise steigern: Ein Mix aus energetischer Altholzverwertung und Großwärmepumpen ergänzt die Wärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk. Erdwärme/Tiefengeothermie sowie langfristig Wasserstoff sollen dazukommen.
Das deutsche Wärmeplanungsgesetz (WPG) legt verbindliche Ziele für die Dekarbonisierung von Fernwärmenetzen fest: Bis 2030 müssen mindestens 30% und bis 2040 mindestens 80% der Fernwärme aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme stammen. Bis 2045 sollen alle Wärmenetze vollständig klimaneutral sein.
Mehr zum Klimaschutzpfad der N-ERGIE erfahren Sie hier.
Unsere geplanten Dekarbonisierungsprojekte im Überblick.
Bei der Kommunalen Wärmeplanung erarbeitet die Kommune bis 2026 (für Großstädte) bzw. 2028 (für kleinere Kommunen) einen Wärmeplan, um beim Heizen klimaneutral zu werden – möglichst effizient, nachhaltig und bezahlbar. Der Wärmeplan beschreibt, in welchen Gebieten der Stadt oder Gemeinde welche Technologien zum Einsatz kommen sollen. So können zum Beispiel Gebiete festgelegt werden, in denen Wärmenetze aus- oder neugebaut werden sollen.
Informationen zum Kommunalen Wärmeplan der Stadt Nürnberg finden Sie hier.
Die Kommunale Wärmeplanung ist im Wärmeplanungsgesetz (WPG) festgelegt. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) – auch Heizungsgesetz genannt – regelt, dass neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Die Nürnberger Fernwärme wird diese Anforderung perspektivisch erfüllen und ist deshalb die beste Wahl im Stadtgebiet.
Die Ausbaugebiete wurden anhand verschiedener technischer und wirtschaftlicher Kriterien festgelegt und abgestimmt. Wir bitten daher um Verständnis, dass definierte Ausbaugrenzen fixiert sind. Anfragen für einen Fernwärmeanschluss können Sie uns aber gerne zur individuellen Prüfung zukommen lassen.
Wir stehen Ihnen für alle Fragen rund um das Thema Heizen zur Verfügung:
- Telefon 0911 802-58250
- E-Mail fernwaerme@n-ergie.de
Unter Berücksichtigung der Vollkosten – also den Gesamtkosten unter Berücksichtigung aller Ausgaben, wie beispielsweise Anlagentechnik, Gebäudetechnik, Wartungskosten, Energieeinsatz – ist die Fernwärme auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten attraktiv. Einen Kostenvergleich finden Sie hier.
Die Nürnberger Fernwärme braucht auch den Vergleich mit anderen Fernwärmeversorgern nicht zu scheuen. Mehr dazu auf der Preistransparenzplattform Fernwärme unter www.waermepreise.info
Der Verlauf und Erfolg des Fernwärme-Ausbaus sind von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Einige Beispiele:
- Bauliche/technische Hindernisse bei der Definition der Ausbaugebiete (z.B. 110 kV-Trassen, Gashochdruckleitungen, Kanalsammler, Straßen-/U-Bahn, Bäume)
- Auch innerhalb eines definierten Ausbaugebiets besteht die Möglichkeit, einzelne Gebäude nicht an das Fernwärmenetz anschließen zu können (jeweils individuelle Prüfung nötig).
- Entscheidungen der Menschen für oder gegen einen Fernwärme-Anschluss können sich teilweise länger hinziehen/verzögern (Eigentümer-Versammlungen sind meist nur 1x/Jahr).
- Wirtschaftliche Aspekte: Neue Leitungen unter die Erde zu legen ist nicht nur aufwändig, sondern auch sehr kostenintensiv.
- Neben der Finanzierung müssen auch weitere Rahmenbedingungen wie Genehmigungen sowie die Verfügbarkeit von Fachkräften, Dienstleistern und Material gewährleistet sein.